Versicherungscheck für Studenten

 

Studenten an Universität oder Fachhochschule müssen mitunter mit sehr wenig Geld monatlich auskommen und sind daher natürlich versucht an allen Ecken und Enden zu sparen. Am Versicherungsschutz sollte allerdings nicht gespart werden. Es gibt nur wenige wirklich notwendige Versicherungen – wenn diese aber fehlen, kann es schnell passieren, dass die ersten Jahre des Berufslebens mit enormen Schulden belastet sind, weil ein in der Studienzeit verursachter Schaden noch abbezahlt werden muss.

Unabdingbar: Kranken- und Pflegeversicherung

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Kranken- und Pflegeversicherung. Darüber muss auch ein Nachweis erbracht werden, wenn man sich an der Hochschule einschreibt. Studenten, die noch nicht 25 Jahre alt sind oder das 14 Fachsemester noch nicht überschritten haben, sind normalerweise noch über die Eltern mitversichert. Wer allerdings eine dieser Grenzen überschreitet oder mehr als 400 Euro im Monat hinzuverdient, muss sich selbst kranken- und pflegeversichern.

Notwendig: private Haftpflichtversicherung

Auch hier sind Studenten oftmals über die Eltern mitversichert – aber eben nicht immer. Außerdem sollte man die Versicherungspolice genau studieren, denn manchmal erlischt der Versicherungsschutz, wenn der Student nicht mehr bei den Eltern wohnt. Eine private Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall notwendig, da sie hohe Schäden abdeckt, die für einen jungen Menschen ansonsten hohe Schulden bedeuten könnten.

Empfehlenswert: private Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn man auf Nummer Sicher gehen möchte, empfehlen Fachleute eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Für eine Monatsrente von 1000 Euro müsse ein Student etwa 35 Euro monatlich an Versicherung einplanen, so Hajo Köster vom Bund der Versicherten (BdV). Auch eine private Unfallversicherung sei empfehlenswert und koste ungefähr 100 Euro jährlich – bei einer Deckungssumme von 100 000 bis 150 000 Euro.

Abwägungssache: Hausratsversicherung

Wer noch bei den Eltern oder im Studentenwohnheim wohnt, braucht sich über eine Hausratsversicherung keine Gedanken zu machen, da die der Eltern greift. Auch Studenten in einer eigenen Wohnung sollten genau abwägen, ob die in der Wohnung vorhandenen Gegenstände eine Versicherungssumme von etwa 50 – 100 Euro im Jahr wirklich wert sind. Wer beispielsweise teure Möbel besitzt, der sollte dann eine Hausratsversicherung abschliesse

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