Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung ist eine unverzichtbare Absicherung, welche die Angehörigen des Versicherten bei einem Todesfall unterstützt. Stirbt ein Angehöriger, bedeutet dies in erster Linie natürlich einen schweren emotionalen Schlag für die Familie. Darüber hinaus gehen mit dem Todesfall allerdings auch häufig hohe Kosten einher: Die Ausgaben für die Beerdigung müssen gedeckt werden, eventuell fällt durch den verstorbenen Angehörigen auch ein Einkommen weg. Um die Hinterbliebenen in solchen Fällen zu unterstützen, gibt es die Lebensversicherung. Immer wichtiger wird die Lebensversicherung allerdings auch als zusätzlicher Baustein zur privaten Altersvorsorge. Die Beiträge aus der Lebensversicherung dienen dann als nettes Polster neben der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Lebensversicherung als Absicherung für Hinterbliebene

Beim Abschluss der Lebensversicherung vereinbaren der Versicherungsnehmer und die Assekuranz die Laufzeit des Vertrages sowie die Summe, die im Todesfall an die Familie ausgezahlt werden soll. Die Auszahlung kann sowohl als Einmalzahlung, wie auch als monatliche Rente an die Hinterbliebenen erfolgen. Die Laufzeit beträgt in der Regel 20 bis 30 Jahre; verstirbt der Versicherungsnehmer innerhalb dieser Frist, zahlt die Versicherung die bisher eingezahlten Beiträge plus Zinsen an die Angehörigen aus. Die Verzinsung von Lebensversicherungen ist sehr gut, sodass sie auf die Einzahlung des Versicherungsnehmers schnell eine größere Summe zusammenkommt. Die Todesursache spielt dabei in den meisten Policen keine Rolle, Suizid ist allerdings in der Regel aus den Verträgen ausgenommen.

Risikolebensversicherung

Eine Variante der Lebensversicherung ist die Risikolebensversicherung. Die Beiträge zu dieser Versicherung sind wesentlich niedriger als die Summen, die ein Versicherter in eine herkömmliche Lebensversicherung einzahlen muss. Die Risikolebensversicherung zahlt allerdings nur dann aus, wenn der Todesfall tatsächlich eintritt – im Gegensatz zur Lebensversicherung, die nach Ablauf der vereinbarten Frist auf jeden Fall die Beiträge plus Zinsen zurückerstattet. Die Risikolebensversicherung ist daher die Alternative für alle Personen, die keine hohen Versicherungsbeiträge aufbringen können, ihre Familie im Todesfall aber dennoch abgesichert wissen möchten. Es gibt Risikolebensversicherungen mit gleich bleibender und mit fallender Versicherungssumme. Eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme wird meist als Sicherheit für Bankdarlehen angeboten. Die Versicherungssumme nimmt dabei in dem Maße ab, wie das Darlehen getilgt wird. Als Restschuldversicherung ist sie Voraussetzung für die meisten Kredite und Darlehen.

Gemischte Lebensversicherung als Altersvorsorge

Wer nicht nur seine Hinterbliebenen im Todesfall absichern möchte, sondern sich selbst ein nettes Zubrot zur gesetzlichen Rentenversicherung gönnen will, wählt meist die gemischte Lebensversicherung, auch als Kapitallebensversicherung bekannt. Bei dieser Versicherungsform sparen die Versicherten mit ihren Beiträgen einen Kapitalstock an – die Versicherung ist praktisch ein Sparbuch mit regelmäßigen Einzahlungen für den Todesfall. Stirbt der Versicherungsnehmer innerhalb der vereinbarten Frist, zahlt die Versicherung die eingezahlte Summe an die im Vertrag genannten Angehörigen aus. Überlebt der Versicherte die Vertragslaufzeit, erhält er selbst die Rückzahlung, wiederum als Einmalzahlung oder als monatliche Rente.

In Zeiten, in denen gerade junge Menschen später nicht mehr allein von der gesetzlichen Rentenversicherung leben können, ist der Abschluss einer Lebensversicherung eine sinnvolle Ergänzung. Da immer weniger junge Menschen in die Rentenkassen einzahlen, die Zahl der Rentner allerdings steigt, sind die staatlichen Rentenkassen leer; dazu kommt die Inflation, die stetige Entwertung des Geldes. Eine private Vorsorge ist daher unerlässlich.

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