Kompositversicherung

Die Kompositversicherung ist ein Oberbegriff für alle Versicherungen, die für Unfälle und Schäden aufkommen. Komposit bedeutet “zusammengesetzt” – und so setzt sich die Kompositversicherung dann auch aus verschiedenen Einzelversicherungen zusammen, in der Regel der privaten Unfallversicherung und aus Sachversicherungen, die für Schäden an Gebäude und Hausrat haften.  Die private Unfallversicherung wird vor allem aus aufsichtsrechtlichen Gründen mit den Schadensversicherungen zusammengefasst; sie darf nämlich nur von Assekuranzen angeboten werden, die diese Schadensversicherungen im Programm haben, nicht aber von Krankenkassen und Lebensversicherern.

Ein Vertrag für viele Versicherungsleistungen

Der Vorteil bei einer Kompositversicherung: Versicherungsnehmer können die wichtigsten Versicherungen bei einem einzigen Versicherungsunternehmen abschließen. Das bringt mehr Übersicht und sichert zudem attraktive Rabatte. Klassischerweise gehören zu der Kompositversicherung die Kfz-Versicherung, die private Haftpflicht, die Unfallversicherung, Rechtsschutzversicherung, die Sachversicherungen für Hausrat und Gebäude, Transportversicherungen und Kreditversicherungen.

Nicht immer ist die Kompositversicherung allerdings die günstigste Wahl. Bevor die Versicherungsnehmer also alle Policen bei einem Unternehmen abschließen, sollten sie die Beträge der Assekuranzen genau vergleichen und schauen, ob sich mit einer Einzelversicherung bei einem anderen Unternehmen nicht viel Geld sparen ließe. Zudem sind nicht alle Versicherungen sinnvoll. Haftflicht und Unfallversicherung sollten abgeschlossen werden, die Kfz Versicherung ist verpflichtend; aber nicht jeder benötigt auch eine Hausrat-, eine Gebäude oder eine Bauwesenversicherung.

Wer braucht eine Gebäudeversicherung und eine Bauwesenversicherung?

Die Gebäudeversicherung ist für alle Personen interessant, die ein eigenes Gebäude besitzen – unabhängig davon, ob es sich um ein Firmengebäude oder das private Eigenheim handelt. Die Gebäudeversicherung haftet bei Schäden am Haus, die durch Unwetter oder Feuer verursacht werden und bewahrt die Besitzer so vor großen finanziellen Einbußen. Alle Policen sichern Hausbesitzer gegen vier Risikogruppen ab: Schäden durch Feuer, durch Hagel, durch Leitungswasser und durch Sturm. Zusätzlich kann man individuelle Ergänzungen wählen, zum Beispiel Schutz vor Überspannungen.

Wer nicht nur ein Haus kauft, sondern das Gebäude gleich selbst baut, sollte auf eine Bauwesenversicherung oder Bauleistungsversicherung nicht verzichten. Diese haftet für Schäden, die während der Bauzeit auf dem Grundstück geschehen. Dazu zählen sowohl Schäden durch höhere Gewalt, also Umwelteinflüsse, wie auch Schäden durch Vandalismus. Bei Brandschäden kommt die Bauwesenversicherung allerdings nicht auf, dazu müssen Bauherren eine gesonderte Feuerrohbauversicherung abschließen.

Wann lohnt sich eine Hausratversicherung?

Zu den Sachversicherungen, die in der Kompositaversicherung eingeschlossen sind, gehört auch die Hausratversicherung. Diese haftet für alle Schäden, die am Gebrauchs- oder Verbrauchsgut in Häusern und Wohnungen auftreten. Werden also das Mobiliar, Dekoration und technische Geräte durch Feuer, Sturm, Leitungswasser oder Vandalismus beschädigt, zahlt die Versicherung – und zwar den Neuwert der Gegenstände, nicht nur den Zeitwert. Ohne Versicherung müsste der Besitzer selbst für die Schäden aufkommen. Außerdem zahlt die Hausratversicherung, wenn Gegenstände aus der Wohnung gestohlen oder bei einem Einbruch beschädigt werden. Wer etwas wertvollere Einrichtungsgegenstände besitzt oder eine teure Stereoanlage sein Eigen nennt, ist mit dem Abschluss einer Hausratversicherung gut beraten.

Die Rücklaufversicherung: Schutz für  Unternehmen

Eine besondere Versicherung, die für Unternehmer sinnvoll sein kann, ist die Rücklaufversicherung. Diese zahlt, falls eine Marketing-Maßnahme eines Unternehmens aus dem Ruder läuft, zum Beispiel Gutscheine in unerwartet hohem Maße eingetauscht werden oder viele Kunden von Warenrücksendungen Gebrauch machen. Die Rücklaufversicherung gehört damit zum Risikomanagement der Unternehmen.

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