Förderung für die private Pflege-Zusatzversicherung

Geht es nach der Bundesregierung, sollen deutsche Verbraucher verstärkt in die private Pflegeversicherung investieren. Im Gespräch ist zurzeit der so genannte Pflege-Riester: Die private Pflegeversicherung soll, ähnlich der privaten Altersvorsorge, vom Staat mit fünf Euro im Monat bezuschusst werden.

„Pflege-Riester“: 5 Euro im Monat für Tagegeld-Versicherung

Der Pflege-Riester ist vor allem ein Projekt der FDP. Der staatliche Zuschuss von 60 Euro im Jahr würde aber auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die gesetzliche Pflegeversicherung längst nicht mehr die tatsächlichen Pflegekosten deckt. Der Aufenthalt im einem Pflegeheim schlägt so zum Beispiel mit 3.500 Euro zu Buche – die staatliche Pflegeversicherung übernimmt allerdings nur 1.500 Euro im Monat. Familien, die einen Pflegefall betreuen und nicht privat vorgesorgt haben, stehen schnell vor finanziellen Problemen. Der staatliche Zuschuss soll nun für eine Tagegeld-Versicherung gezahlt werden. Dabei zahlt der Versicherer pro Tag eine zuvor festgelegte Summe aus, bis zu 150 Euro, was genau die Summe ist, um die Pflegekosten in einem staatlichen Pflegeheim zu decken.

Förderung für etwa 1,67 Millionen Policen

Den Pflege-Riester sollen sowohl privat als auch gesetzlich Versicherte Personen beziehen können. Die Pflegeversicherung greift allerdings erst fünf Jahre nach ihrem Abschluss. Nach langen Gesprächen haben sich Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Finanzminister Wolfgang Schäble auf eine Obergrenze der Finanzierung geeinigt: Diese liegt bei 100 Millionen Euro im ersten Jahr. Damit können 1,67 Millionen Policen gefördert werden. Noch nicht klar war nach dem Beschluss, ob auch bereits bestehende Policen in den Genuss der Förderung kommen sollen – immerhin bestehen bereits rund 1,7 Millionen Verträge mit privaten Pflegeversichere

Schreiben Sie eine Antwort

  • (wird nicht veröffentlicht)