Berufsunfähigkeitsversicherung

Vor Unfällen und Krankheiten ist niemand gefeit. Man kann aber dafür sorgen, dass man im Falle eines Unfalls mit schweren Folgen gut abgesichert ist und nicht in finanzielle Existenznöte gerät. Während die Krankenkassen die direkten Behandlungskosten übernehmen und die Unfallversicherungen die Folgekosten von Unfällen tragen, springt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein, wenn Beschäftigte ihrem eigentlichen Beruf nicht mehr nachgehen können. Erwerbstätige, die vor 1961 geboren sind, sind noch über die Sozialversicherungsbeiträge vor der Berufsunfähigkeit geschützt; alle Personen, die später geboren sind sowie Freiberufler und Selbstständige müssen sich privat absichern. Zwar wird bei Berufsunfähigkeit auch die EU-Rente gewährt; den vollen Satz von 945 Euro können alle, die nach 1961 geboren sind, aber nur in Anspruch nehmen, wenn sie überhaupt keinen Beruf mehr ausüben können. Wer sogar mehr als sechs Stunden arbeiten kann, erhält nach dieser Regelung überhaupt keine Leistung. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen auch, wenn nur der angestammte, erlernte Beruf nicht mehr praktiziert werden kann.

Darauf sollten Sie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitspolice sollten Versicherungsnehmer auf einige Details achten: Zum einen sollte die Versicherungssumme hoch genug sein, damit der Versicherte seinen Lebensstandard weitgehend halten und Geld für die Alterssicherung zurücklegen kann – orientieren kann man sich an der Faustregel, dass die monatliche Rente etwa 75 Prozent des vorherigen Einkommens ausmachen soll. Ab dem Eintritt ins Rentenalter zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung nämlich nicht mehr. Zum anderen sollte der Versicherungsnehmer unbedingt auf die “abstrakte Verweisung” verzichten. Steht diese Klausel im Vertrag, kann die Versicherung die Leistung ablehnen, sofern der Versicherte noch einen Beruf ausüben kann, der seinem vorherigen Job gleichwertig ist.

Kosten der Versicherung

Berufsunfähigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Erwerbsunfähigkeit. Für die Feststellung der Berufsunfähigkeit reicht es aus, wenn der Versicherungsnehmer über sechs Monate hinweg nicht mehr arbeiten kann. Dies muss medizinisch bescheinigt werden. Die Beitragshöhe richtet sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung in erster Linie nach dem Beruf: Je risikoreicher der ausgeübte Job, desto höher sind die Versicherungsbeiträge. Ferner entscheiden die vereinbarten Vertragsbedingungen über die Kosten. So können Versicherte die Laufzeit zum Beispiel individuell festlegen und etwa ab dem 55. Lebensjahr auf Leistungen verzichten – stattdessen beziehen sie dann gleich Rente.

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