Auslandsversicherung – sicher im Ausland

So aufregend Reisen ins Ausland auch sein mögen, wer Europa verlässt und längeren Aufenthalten im außereuropäischen Ausland entgegen sieht, der muss ich mit dem leidigen Thema Auslandskrankenversicherung beschäftigen. Leidig deshalb, weil es zahlreiche Anbieter gibt, deren Pakete aber in Preis und Leistungsumfang weit divergieren. Da ist eine gründliche, längerfristige Recherche angeraten.

Für kurze Reisen, bis etwa sechs Wochen, reicht im Normalfall eine Reisekrankenversicherung. Die kann man bei fast allen großen Versicherern abschließen und die dafür anfallenden Kosten sind gering. Meist werden sie jährlich berechnet. Die Versicherung deckt mehrere separate Reisen ins Ausland ab und ist so in jeder Hinsicht eine lohnende Investition. Als Obergrenze der Reisedauer, die durch solche Reisekrankenversicherungen gedeckt sind, gelten sechs Wochen. Einige Versicherer bieten Pakete bis zu drei Monaten an.
Die Kostenübernahme greift normalerweise erst im Nachhinein. Gegebenfalls angefallende Kosten für Krankenhausaufenthalte oder Behandlung müssen zuerst vor Ort beglichen werden. Nach der Rückkehr werden die Belege dann beim Versicherer eingereicht, welcher die Beträge zurück erstattet.

Alle längeren Reisen, die durch das sechs-Wochen-Limit der Reisekrankenversicherung nicht gedeckt sind, benötigen eine andere Versicherung, eine sogenannte Auslandskrankenversicherung. Gerade für Arbeitsaufenthalte, Austauschsemester und Working-Holiday-Trips wird diese Form der Absicherung aktuell. Typisch decken Auslandskrankenversicherungen Auslandsaufenthalte bis zwei oder drei Jahren ab.

In Deutschland gibt es etliche Anbieter. Deren Pakete umfassen Krankenhausaufenthalte, Rücktransport, teilweise Zahnbehandlung und manchmal Invalidität. Sie werden monatlich beglichen und sind deutlich teurer als eine Reisekrankenversicherung, typisch etwa ab 30 Euro bis hin zu 80 Euro und mehr. Die monatliche Prämie berechnet sich in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht bei Reiseantritt. Oftmals sind ältere Reisende, ab 70 Jahren, von solchen Auslandskrankenversicherungen ausgeschlossen. Auch hier gilt, das Kosten für Behandlungen werden im Normalfall von den Versicherungsnehmern vorgestreckt und bei Rückkehr zurück erstattet. In Notfällen, d.h. bei Krankenhausaufenthalten, größeren Eingriffen, Notoperationen, können die Versicherer aus Zahlungsgarantien im Vorfeld ausstellen.

Bei all dem ist zu beachten, dass Reisen in die USA und nach Kanada einen Sonderfall darstellen. Aufgrund der teils exorbitanten Kosten im dortigen Gesundheitssystem sind Auslandskrankenversicherungen nochmals deutlich teurer, wenn das Reiseziel in Nordamerika liegt.

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