Die staatliche Rente wird im Alter kaum noch ausreichen, um das Leben zu finanzieren – erst recht nicht, um den gewohnten Standard zu halten. Das ist vielen Verbrauchern klar, deswegen sorgen sie privat vor. Möglichkeiten dafür gibt es viele, zum Beispiel Kapitallebensversicherung, Fondsparpläne oder die Riester-Rente. Das eingezahlte Geld möchten die Versicherungsnehmer natürlich in voller Höhe plus Zinsen für ihre eigene Alterssicherung verbrauchen. Umsonst gibt es die Altersvorsorge allerdings nicht – die Hoffnung auf hohe Provisionen verleitet Berater auch schon einmal dazu, unpassende Versicherungspolicen zu verkaufen. Ein Eckpunktepapier aus dem Verbraucherschutzministerium will dagegen vorgehen. Die EU plant gar ein Provisionsverbot ab 2014.
Lebensversicherungen kommen meist nicht zur Auszahlung und eignen sich in der heutigen Zeit nicht mehr als gewinnbringende Kapitalanlage. Kaum ein Fünftel aller abgeschlossenen Lebensversicherungen wird nach Ablaufzeit ausgezahlt. Viele Versicherungsnehmer entscheiden sich immer häufiger für die Kündigung ihrer Lebensversicherung, um dann die eingesparten Beiträge in eine andere Anlageform zu investieren. Andere wiederum sehen in der Kündigung eine kurzfristige Geldquelle in finanziellen Notsituationen
Die Kündigung einer bereits bestehenden Lebensversicherung kann jedoch je nach Beitragszeitraum erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen. Eine bessere Möglichkeit ist der Verkauf einer Lebensversicherung, da man hier mehr Geld erhält und auch keine Steuern zahlen muss, die man bei der Kündigung je nach Dauer der Laufzeit in Kauf nehmen muss. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Leistung im Todesfall. Wer seine Lebensversicherung kündigt verliert damit auch gleichzeitig eine Leistung im Todesfall. Bei einem Verkauf ist dies jedoch anders. Da ein anderer Versicherungsnehmer den Vertrag übernimmt bleibt die versicherte Person jedoch in den meisten Fällen die gleiche. Der Todesfallschutz bleibt also auch dann weiterhin bestehen.